„Im Namen der Republik“

Diesen Satz bekamen die Schüler der Abschlussklassen 3AMW, 5AHW, 5BHW, 5CHW und 5DHW am Montag, dem 13.04.2010, anlässlich einer Exkursion zum Landesgericht Klagenfurt öfters zu hören, nämlich immer dann, wenn der Richter Dr. Christian Liebhauser sein Urteil verkündete. Wir hatten die Gelegenheit bei einigen sehr spannenden Fällen dabei zu sein, wie zum Beispiel bei einem gewerbsmäßigen Diebstahl, einer Körperverletzung, einer Sachbeschädigung und einer Rauferei in einer Bar. Die Strafen lauteten auf Geldstrafe, Freiheitsstrafe bedingt bzw. unbedingt; und es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich das Empfinden über gerechte Strafen bei den Schülern ist. Auch die verschiedenen Positionen von Richter und Staatsanwalt wurden deutlich, da der Staatsanwalt als Ankläger meistens für das strengere Strafausmaß plädierte. Insgesamt war es ein sehr lehrreicher Vormittag, insbesondere auch durch die zusätzlichen Informationen des Richters Dr. Liebhauser und des Staatsanwaltes Dr. Jamnig, die zwischen den einzelnen Fällen auf die Fragen der Schüler eingingen. Beiden sei hier danke gesagt, denn ich weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Da Herr Dr. Liebhauser auch zuvor bei uns in der Schule war und in einem Vortrag die Schüler in die Grundsätze eines Strafverfahrens einweihte, war es für die Jugendlichen noch leichter, den einzelnen Verfahren zu folgen.
Die Reaktionen der Schüler waren überaus positiv, vor allem bestätigten sie, dass die Teilnahme an so einem Strafverfahren eine abschreckende Wirkung für die Zuseher hat, was unter anderem auch Zweck einer Strafe ist.

Bericht von Dr. Isabella Stromberger

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