LYRIK – WETTBEWERB 2003

Kinder und Jugendliteraturtage 2003

Auch die diesjährigen Jugendliteraturtage nahmen für unsere Schule ein erfreuliches Ende. Heuer gingen gleich alle 3 Preise des Lyrikwettbewerbes, der Altersklasse 14 – 18, an HLW-Schülerinnen:

3. Preis: Monika Perkonig 5BHW
2. Preis: Isabel Paar 4AHW
1. Preis: Camilla Peball 4AHW

Dank gilt unseren engagierten Professorinnen Mag. Flick-Schnattler und Mag. Ray-Privasnik, die nicht nur viele Klassen (2A, 1B, 1D, 2C, 2A, 3B, 4A, 5B) dazu animierten am Wettbewerb teilzunehmen sondern auch noch die Leitung für die Gestaltung des Literaturcafes übernommen haben, indem unsere SchülerInnen zu Ehren der Kaffeehausliteratur im Laufe der Woche Getränke ausschenkten
Dies war noch nicht alles, was die Literaturwoche zu bieten hatte. Neben Lesungen von Kinder und JugendbuchautorInnen, Kinderkino und Kindertheater wurde, ebenfalls zum Abschluss, das Projekt „St. Veit im Visitenkartenformat“ (multimedialer Stadtführer der Herzogstadt St. Veit an der Glan) unter der Leitung von Frau Prof. Sabitzer vorgestellt und mit Freikarten für die beliebten Rathausabende belohnt.

Alles in allem eine gelungene Woche, die für Interessierte jeder Altersklasse etwas zu bieten hatte. Die nächste wird sehnsüchtig erwartet.

Bericht von Camilla Peball

Und hier die preisgekrönten Gedichte:

1. Platz
von Camilla PEBALL (4AHW)

ERDE

Die Herrlichkeit nicht ganz erfasst-
Vollkommen, und deshalb gehasst.

Gedacht. Verträumt. Erwacht!

Boden unter mir erbebt!
Schicksalsfaden schon verwebt?

Verrannt. Versäumt. Erkannt!

Hoffnung hat sich aufgegeben.
Erdball hat genug vom Leben.

Geschwiegen. Geduldet. Geblieben!

Mutter Erdes Macht verkannt,
ist der Sanftmut Wut entbrannt.

Hier. Anderswo. Nirgends!

Verschenkte, was nicht mein.
So geb ich jetzt dafür mein Sein!

Geworden. Verlebt. Gewesen!

Aus Unwissenheit ward Gott gemacht.
Alles Echte – ausgelacht.

Hähne. Hufe. Träne….

2. Platz
von Isabel Paar (4AHW)

GEDICHT

Männer, die sich Helden schimpften,

ließen für ein Land ihr Sein

doch was nützt ein kleiner Tropfen

auf dem ach so heißen Stein.

Der Narren Blut tränkt nun die Erd´

gebettet für die letzte Ruh.

Es scheint, die Welt dreht sich verkehrt

und schicksalsfroh dem Irrlicht zu.

Doch was ist Raum und was ist Zeit,

was sind wir in der Ewigkeit?

Die Antwort finden wir vielleicht

in dem Sinn der Möglichkeit

Die ganze Schönheit dieser Welt

ist verfasst in deinem Selbst.

Wir müssen nur nach innen sehn

um die Wunder zu verstehn.

3. Platz
von Monika Perkonig (5BHW)

HERZSCHLAG DER ERDE

Sorry, Mutter Erde, ich versteh\´,
all dein Leid und all dein Weh.

Sorry, Mutter Erde, gib mir Zeit,
die dich und deine Wunden heilt.

Menschen stehen da und wissen nicht,
Unrat steht da im Gesicht.
Soory, Mother Earth, doch nun,
ist es wirklich an der Zeit zu tun:

Retten, was es noch zu retten gibt,
alles, was dein Herz so sehr geliebt:

Deine Wiesen, deine Wälder,
deine Berge, deine Felder,
deine Tiere, deine Seen,
Menschen, die auf dir spazieren gehen.

Sorry, Mutter Erde, denn ich weiß,
mittlerweile wird mir auch schon heiß.
Ich hab\´ viel von dir kaputt gemacht,
sorry, nehm\´ mich sofort davor in Acht.

Ich hoffe, es ist für dich noch nicht zu spät.
Ich wünsche mir, bevor die Zeit vergeht,
dass Dein Herzschlag noch nicht stille steht!

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