LYRIK – WETTBEWERB 2004

Kinder und Jugendliteraturtage 2004

Auch der diesjährige Lyrikwettbewerb, im Rahmen der St. Veiter Kinder und Jugendliteraturtage, war ein voller Erfolg für unsere Schule. Alle 3 Plätze gingen an Schülerinnen der HLW-St.Veit.

Den 1. Platz erreichte Franziska Ptok aus der 4BHW, sie erhielt für ihre lyrische Leistung ein Fahrsicherheitstraining vom ÖAMTC im Wert von ca. 180 €! Melanie Finster aus der 2BHW gewann einen 50 € Buchgutschein von der Firma Besold und der 3. Platz, Isabel Paar, die die 5AHW besucht, erhielt ein Lexikon- ebenfalls von der Firma Besold.

Dank gilt den engagierten Professorinnen Mag. Flick-Schnattler und Mag. Ray-Privasnik, die nicht nur viele Klassen dazu animierten am Wettbewerb teilzunehmen sondern auch noch die Leitung für die Gestaltung des Literaturcafés übernommen haben, in dem unsere SchülerInnen zu Ehren der Kaffeehausliteratur im Laufe der Woche Getränke ausschenkten.

3. Platz (Isabel Paar, 5AHW)

Atemstille/Atemlos

man sagt mir, dass ich atme
doch regt sich nichts
kann sein, ich erstarrte
innerlich

Gedanken verfliegen
kehren niemals zurück
ein eisiger Hauch
bricht sündig mein Glück

bricht Trauer mein Denken
schwindet kraftlos mein Sein
in Freiheit gefangen
ein Trugbild – nur Schein

man sagt mir, dass ich atme
auch wenn ich’s nicht spür
kann sein, dass ich’s wollte
doch ich frag mich wofür

ob Torheit, Feigheit,
Irrsinn ob Wut
ich säte den Wind
und zahlte mit Blut

verfolgt von Schatten getrieben von Angst
des Bösen Grimmasse
zu spät erst erkannt

an der Schwelle des Wahnsinns
der Grotte der Nacht
verlor ich die Hoffnung
verlor ich die Macht

man sagt mir, dass ich atme
doch ich hab’s ignoriert
kann sein, ich vergaß auch
wie`s funktioniert

denn, gekettet an des Lebens Bahn
trieb ich durch verlassene Welten
trunken von dem eigenen Wahn
ließ ich meine Seele welken

in Gewissheit der Verzweiflung
ließ schwerelos mich schweben
die Ewigkeit schwindet
und mit ihr, das Leben

man sagt mir, dass ich atme
kann sein, es passiert
doch ist es das Unheil
das meinen Atem inhaliert

2. Platz (Finster Melanie, 2BHW)

Luft

wo bleibt meine Luft,
ich brauch sie doch zum Atmen

manche Momente sind zu sehr für den Moment.
Wenn man horcht,
wie der Käfer über die Stirne rennt,
rinnt die Luft wie Blut.

In deinem Spiegelbild
verzerrt jeder Moment
zu einer Ewigkeit,
ja selbst die Trauer
und die Einsamkeit.

1. Platz (Franziska Ptok, 4BHW)

Luft

Sie tost,
sie stürmt,
sie braust,
sie weht

die Luft

Sie zerstört,
sie bringt Leben,
sie kühlt,
sie steht

die Luft

Sie erhält,
sie trocknet aus,
sie tötet,
sie geht

die Luft

lebensnotwendig,
rau,
hart oder zart

die Luft

ersticken,
um sie ringen,
sterben,
begraben

keine Luft mehr

Sie gibt uns das Leben

die Luft

Bericht von Camilla Peball

Einsortiert in Arts
  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.