Der Nahostkonflikt

Die erste Schulstunde des 25. Jänner 2011.
Die Schüler der 4DHW, 5DHW, 3CHW und 4BHW saßen dicht gedrängt in der Stammklasse der 5DHW.
Die wenigsten wussten, wofür sie sich hier versammeln sollten.
Ein junger Mann mit schwarzen Haaren machte sich am Lehrertisch an seinem Laptop zu schaffen, und da dieser mit dem eingeschalteten Beamer der Klasse verbunden war, konnten wir Schüler sein Tun im Großformat beobachten.
Er öffnete eine Powerpoint-Präsentation und wir alle konnten nun auf der Leinwand zwei uns vage bekannt vorkommende Flaggen sehen.
Der junge Mann stellte sich als „Adi“ vor, und an seinem Akzent erkannten wir, dass Deutsch wohl nicht seine Muttersprache war.
Diese Erkenntnis bestätigte er sofort, indem er uns erklärte, dass er ursprünglich aus Israel stamme und heute hier sei, um uns von der Geschichte seines, durch schwere Konflikte zerrütteten Landes zu erzählen.
Er erläuterte uns die Hintergründe der Landesspaltung Israels, der berüchtigten Hamas und Fatah (ausgesprochen „Fatach“) und der Propaganda, mit der jede Partei des Konfliktes versucht, ihre Überzeugungen und Taten als die einzig wahren und richtigen darzustellen und sich die Rückendeckung der restlichen Welt zu sichern.
Adi erklärte uns auch die verschiedenen Konfliktpunkte, durch welche die Bevölkerung Israels, die des Libanons und des Gazastreifens schon seit Jahrzehnten im Konflikt liegen.
Mit jeder Menge Enthusiasmus, Audio- und Video-Material veranschaulichte uns der junge Israeli, was uns die Medien alles vorenthalten, und dass wir unsere Meinung über den Nahostkonflikt vielleicht nicht nur auf die Informationen, die wir aus den Nachrichten erhalten, stützen sollten.
Ich bedanke mich im Namen der teilnehmenden Klassen bei Professor Zablatnik, dass sie uns die Möglichkeit gegeben hat, Informationen über dieses sehr interessante Thema aus erster Hand zu erhalten.

Dominik Süßenbacher, 4DHW

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