DIE RÜCKKEHR DER GÖTTER – Berlins verborgener Olymp

Als Ergänzung zum Unterricht aus „Geschichte und Kultur“ fuhren die 5AHW am 30. September und die 5BHW am 7. Oktober 2011 mit der Bahn nach Leoben. „Mit dieser Bahnfahrt entlasten Sie unser Klima um 82,63 kg Kohlendioxid“ stand an beiden Tagen auf unserem ÖBB-Schulticket, das – so wie jedes Jahr – OStR. Prof. Mag. Ernst Löschenkohl besorgt hatte.

„Die Rückkehr der Götter“ – ein Versprechen, das die 14. kulturhistorische Großausstellung in Leoben in mehrfacher Hinsicht einlöste. Denn ein Großteil der Schätze aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg als „kriegsbedingt verlagerte Kunstgüter“ nach Moskau und Leningrad. Erst 1958 wurden sie an die DDR zurückgegeben, wo sie jedoch jahrzehntelang in den Depots der Berliner Antikensammlung schlummerten.

Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten sind sie mit der Ausstellung „Die Rückkehr der Götter“ wieder in die Öffentlichkeit zurückgekehrt, die seit 2006 Hunderttausende von Besuchern in Sao Paulo, Rio de Janeiro, Berlin und Mannheim begeistert hat.

Die rund 150 Marmorskulpturen und Bronzestatuetten, Terrakotten, Vasen, Kultgegenstände und Schmuckstücke boten einen umfassenden Einblick in die griechisch-römische Götterwelt und illustrierten eindrucksvoll die Vielschichtigkeit und die enorme Wandlungsfähigkeit der antiken Götterbilder.

Dank exzellenter Führungen durch Frau Mag. Schaffer und Frau Trompler lernten wir Besucher die Mythen hinter den Darstellungen kennen – und auf diese Weise die verschlüsselten Bilder zu lesen. Die Ausstellung gewährte auch Einblicke in religiöse Riten der Griechen und Römer und in das antike Theater. Sie widmete sich zudem der Götterverehrung und den antiken Kultstätten.

Die Götter sind vom Olymp herabgestiegen und haben uns ihre faszinierende Geschichte erzählt.

Dr. Johannes Valent

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