Frühling, Sonne und Wein

Eindrucksvoll, spannend, informativ, lustig und genussvoll verlief unsere dreitätige Exkursion, in der wir die Weinbaugebiete Österreichs näher kennen lernen durften. 14 künftige Jungsommeliers aus der 4DHW starteten am 28. 04. 2009 unter der sicheren Obhut von FV Prommer und Frau Polesnik die Busreise vom düsteren Kärnten in das von Sonne erstrahlende Niederösterreich.
1. Halt war die Weinerlebniswelt bei Winzer Krems, Sandgrube 13, wo wir gleich mit einem erfrischenden Glas Grüner Veltliner begrüßt wurden.
Von einer der 1300 Winzer/innen, die das 1200 ha große Weinbaugebiet bewirtschaften, wurden wir durch den Weingarten und den Weinkeller geführt, und anschließend durften wir an einer Degustation im eigens dafür neu erbauten Lager- und Verkostungsraum teilnehmen. In einer Art 4D-Kino, wo sogar Geschmack und Duft eingebracht waren, wurde noch einmal ein Jahresablauf im Weingarten beschrieben. Nach einer „Wein bei Tisch“-Ausstellung durften wir nochmals Weine mit Wachauerlaibchen verkosten und anschließend unsere „Lieblinge“ im Shop kaufen.

Die nächste Begegnung durften wir beim Weingut Rosenberger, einem kleineren Familienbetrieb, welcher auch in der Nähe von Krems liegt, machen. Der Schwerpunkt dieser Winzerfamilie liegt nicht nur im schonenden Umgang mit der Natur, sondern auch in der Hervorhebung der einzelnen für das „Terroir“ geeigneten Rebsorten. Nach einer sehr persönlichen und von interessanten Informationen gefüllten Führung durch den gesamten Neubau, durften wir schlussendlich im Verkostungsraum 9 verschiedene Weine degustieren.
Bei der Degustation brachte uns der Winzer seine Liebe und Begeisterung zum Wein noch einmal etwas näher. Für uns neu und erstaunlich war es auch, die verschiedenen Böden (Löss/Urgestein) im Wein zu erkennen.

Mit einer Winzerjause bei Franz Bauer durften wir uns anschließend stärken, bevor wir in unser Hotel „Kolping Campus Krems“ zurückkehrten.
Nach einer berauschenden Nacht war trotzdem am nächsten Morgen frühe Tagwache angesagt, um rechtzeitig zum im Burgenland liegenden Weingut Hahnekamp-Sailer zu gelangen.
Auch diesmal trotzten wir der Wettervorhersage und nahmen die Sonne mit auf unsere Reise. Angekommen durften wir erneut an einer tollen Führung durch das Weingut und einer anschließenden Degustation teilnehmen. Unter anderem konnten wir dort auch schon unseren fertigen „Maturawein“ genießen und gleich, in Kisten verpackt, in unserem Kofferraum für die Weiterfahrt verstauen.

In Horitschon hatten wir die Möglichkeit, einen der wohl bekanntesten Winzer, Paul Kerschbaum, besuchen zu dürfen, der uns ein Geheimnis seiner Erfolgsgeschichte verriet und uns durch neueste High-Tech- Produktionshallen und Lagerräume führte.
Nach einer Verkostung der edlen, extraktreichen Weine ging es mit Mordshunger weiter in den Gasthof Trummer, wo wir einen fröhlichen Abend verbrachten.

Wieder zeitig am Morgen verließen wir Horitschon, um in Richtung Heimat aufzubrechen und den letzten Höhepunkt im Weingut Ploder-Rosenberg (Südoststeiermark) in vollen Zügen genießen zu können. Mit packender Motivation konnte uns der Winzer für seine Philosophie und Inspiration durch das Weingut führen und uns für den bio-dynamischen Weinanbau begeistern. Wir bekamen auch die Möglichkeit, noch nicht voll ausgereifte Weine zu probieren, um die Entwicklung vom Traubenmost bis zum fertig vergorenen Wein praktischer begreifen zu können. Im modernen Verkostungsraum gab es schließlich noch einige Gaumenfreuden zu verkosten und zu beurteilen.
Wie es der Winzer Fredi Ploder so schön ausdrückte: „Vom Virus der Begeisterung für den Wein infiziert“ traten wir mit „etwas Verspätung“ die sonnige Rückfahrt an.

Verfasserin des Berichtes: Jordan Judit 4DHW

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