Lebensmittel sind kostbar – Essen verschwenden ist Mist

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Im Rahmen des Erasmusprojektes „A Taste of Europe“ wollen wir an der HLW St. Veit auch die ethischen Aspekte unserer Ernährung bedenken. Nach der TRINKwasser-Aktion ging es im Juni um den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln.
Zunächst die schockierende Tatsache: Tausende Tonnen von Lebensmitteln (in Österreich ca. 160.000 Tonnen jährlich) landen im Müll. Neben der Industrie, dem Handel und der Gastronomie sind es zum Großteil die privaten Haushalte – also wir Konsumenten und Konsumentinnen – die zu viel einkaufen, uns von Sonderangeboten verführen lassen, in Kühl- und Gefrierschränken den Überblick verlieren und zu guter Letzt Genießbares in die Tonne werfen.
Nun zu den guten Nachrichten: Viele versuchen dem Wahn ein Ende zu bereiten:
• Das Ministerium mit dem Slogan „Lebensmittel sind kostbar“.
• Die Medien widmen sich dem Thema durch Berichte und Kampagnen.
• Privatpersonen und Vereine bieten bei „Together Foodsharing Points“ Lebensmittel an.
• Firmen kooperieren z. B. mit dem Roten Kreuz, wo über „Die Tafel“ Produkte, die sonst in der Tonne landen, zu Bedürftigen kommen.
• Auch wir in der HLW St. Veit setzen Impulse.
Zunächst war Frau Stefanie Wernig, die Koordinatorin von „Die Tafel“ im Bezirk St. Veit, zu Gast und erzählte sehr anschaulich in der 4AHW, der 4DHW und der 5AHW, wie über Werbung durch Ö3 und das Team Österreich die sinnvolle Idee umgesetzt wird, mit Produkten, die im Handel nicht mehr verkauft werden können, bei den Bezirksstellen des Roten Kreuzes „Die Tafel“ zu decken. Stefanie Potz und Andreas Biedermann aus der 4CHW schreiben zum „Erfolgsrezept Tafel“ eine sicherlich spannende Diplomarbeit.
Auch Anna Hutter und Nina Wagner aus der 4DHW sind mit ihrer Diplomarbeit – Arbeitstitel „Foodsharing-Wastecooking“ – am Puls der Zeit. Sie haben den Kontakt zu „Together“, einem Verein zur Förderung ökosozialen Bewusstseins, der unter anderem Lebensmittel rettet, hergestellt.
Frau Elke Oberhauser, die mit ihrem Mann gemeinsam die heurigen Gewinner des Viktualia-Awards waren, brachte „gerettete“ Lebensmittel mit in die Schule und kochte an drei Tagen mit Schülerinnen und Schülern der 1AHW, 1DHW und 4DHW sowie deren Kochlehrerinnen unter dem Motto des von ihr gegründeten Vereines „Best of the Rest“ ein Wastecooking Menü.
In kurzer Zeit zauberten unsere Schülerinnen und Schüler mit zum Wegwerfen bestimmten Lebensmitteln äußerst kreativ ein buntes, geschmackvolles Essen.

Die Schülerinnen und Schüler der 4DHW haben schließlich im Informatikunterricht Plakate mit den Goldenen Regeln zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen gestaltet und auch ein Folder in deutscher und englischer Sprache wird noch fertiggestellt.

Mag. Rosa Windbichler

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