Lehrerausflug nach Venedig

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Am Samstag, dem 17. Oktober 2015, fuhren 21 Personen mit dem Bus nach Venedig. Bei prachtvollem Sonnenschein erfolgte der Schiffstransfer zum Markusplatz. Die Stadtführung übernahm eine kenntnisreiche Dame, die Archäologie und Kunstgeschichte studiert hatte. Als Angehörige der deutschen Minderheit in Belgien war sie vor über zwanzig Jahren von Sankt Vith, einer Stadtgemeinde im Osten der Provinz Lüttich, nach Venedig gezogen.

Zu Beginn der zweistündigen Stadtführung gab sie uns einen Überblick über die historische Entwicklung Venedigs: Der 25. März 421 gilt als legendäres Gründungsdatum der Stadt. Die Völkerwanderung zwang die Festlandsbewohner im 5./6. Jahrhundert zur Flucht auf die Laguneninseln, und auf einer – Malamocco – entwickelte sich das Gemeinwesen. 697 wurde hier der erste Doge gewählt, 811 zog „Venedig“ von Malamocco nach Rialto, das besser zu verteidigen war. Mit dem Raub der Markusreliquien aus Alexandria 829 gab die Stadt ihrem Machtanspruch eine religiöse Unterfütterung.

Zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert stieg Venedig zur beherrschenden Seemacht im östlichen Mittelmeerraum auf. Im 15. Jahrhundert begann auch die systematische Urbarmachung der „terra ferma“, des Festlandes. Erst das Vordringen der Osmanen und die Ansprüche des Habsburgischen Reiches schwächten Venedigs Position. Im Jahre 1797 besiegelte Napoleons Eroberung das Ende der Seerepublik.

Von 1798 bis 1805 und von 1815 bis 1866 gehörten die Stadt und das umliegende Land Venetien zu Österreich. 1802 wurde Carl Ritter von Ghega, der Erbauer der Semmeringbahn, in Venedig geboren. 1830 erhielt die Stadt einen Freihafen und wurde 1845 durch eine Brücke ans Festland gebunden. Der Bahnhof von Mestre war schon 1842 eröffnet worden. 1866 wurde Venedig dem neuen Königreich Italien angeschlossen.

Nach dem ausgezeichneten Mittagessen im Restaurant „Madonna“, nahe der Rialto-Brücke, fuhren wir mit einem „Wasserbus“ (Vaporetto) zurück zum Parkplatz des Autobusses.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Personalvertretung für den wunderschönen, rundum gelungenen Tag!

Dr. Johannes Valent

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