„Skypen“ mit Australien im Geschichteunterricht

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Am Montag, dem 10. November 2014, hatten wir, die 5CHW, im Geschichteunterricht die Möglichkeit, mit Anne aus Australien zu „skypen“. Der Anlass dazu war, zu fragen, warum Australien so viel Wert auf das Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges legt. Sie erklärte uns mit viel Enthusiasmus den Ablauf des Gedenktages, welcher der 11. November ist.

An jenem Tag legt gesamt Australien um 11 Uhr eine Schweigeminute ein, egal ob in der Arbeit oder in der Schule. Ein Großteil der Bevölkerung geht danach ins Rathaus, um dort einen Kranz mit weißen und roten Blumen niederzulegen. Dort steht meist „Lest we forget!“ – „Auf dass wir niemals vergessen!“ Ebenfalls werden Gedichte vorgetragen, unter anderem „In Flanders Fields“ (dt. „Auf Flanderns Feldern“).

Dies ist eines der bekanntesten englischsprachigen Gedichte über den Ersten Weltkrieg. Es wurde am 3. Mai 1915 von dem kanadischen Lieutenant Colonel John McCrae verfasst, dessen Freund am Vortag bei einem Granatenangriff in der zweiten Flandernschlacht bei Ypern gefallen war. McCrae verarbeitete seine Trauer in einem Gedicht über die Felder in Flandern, wo der rot blühende Klatschmohn an das vergossene Blut der Gefallenen erinnert und dennoch die Hoffnung nährt, dass das Leben weitergeht. Dieser Ablauf wird von Trompetenmusik umrahmt.

Abschließend erwähnte Anne, dass Australier diesen Tag deswegen so wertschätzen, weil sie in diesem Krieg viele Soldaten und Familien verloren haben und derer gedenken wollen. Aufgrund dieser Erkenntnis sollten wir uns ein Beispiel daran nehmen und ebenfalls Österreichs Gefallener gedenken.

Claudia Golob und Stefanie Karl, 5CHW

Siehe dazu auch den ORF-Radiobericht über Skype im Schulunterricht

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