Sprach- und Kulturreise der 2CHW + 2DHW nach Südfrankreich

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Das Allerwichtigste vorweg: Von der ersten bis zur letzten Minute verlief diese Reise in allerbester Stimmung und ohne jegliche Misstöne. Sogar ein Ameisen-Großangriff auf eines unserer Zimmer im Erdgeschoss des kleinen – aber feinen – IBIS-Hotels in Orange konnte zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten bravourös abgewehrt werden: Die drei Schülerinnen übersiedelten in eine 2+1 Zimmerkombination und verfügten für den Rest ihres Aufenthalts somit über zwei Bäder!

Der Schwerpunkt der Reise lag – neben kulturellen Aspekten – natürlich auf sprachlicher Vertiefung und Verbesserung:
Am Morgen jeden Tages erhielten die Schülerinnen und Schüler eigens vorbereitete Arbeitsblätter mit ganz spezifischen Fragestellungen zu den geplanten Besichtigungen und während der Anreise im Bus präsentierten sie via Mikrofon ihre entsprechenden Info-Referate. Vor Ort waren dann vielfältigste Aufgaben zu lösen, Antworten zu finden, Wege zu beschreiben, Wörter zu erklären und vieles mehr.
Am lustigsten erwies sich dabei wohl die persönliche Kontaktaufnahme mit Einheimischen auf der Straße, in der Markthalle, in Geschäften – oder wo auch immer deren Tipps und Ratschläge weiterhelfen konnten.
Am Abend nach dem gemeinsamen Essen gab es dann kleine Gesprächsrunden mit 4 bis 6 Personen, um das Erlebte zusammenzufassen und zu besprechen.
So wurde ein wichtiger Grundstein für eine spätere Nachbearbeitung im Unterricht gelegt, wobei erfahrungsgemäß der hier erlebte Motivationsschub den allergrößten Nutzen bringt.

Das von Kollegen Mag. Gottfried Huber über Jahre hinweg verbesserte Programm – leider konnte er uns heuer nicht selbst begleiten – war äußerst vielfältig und abwechslungsreich:
Unter der Leitung von Mag. Marie-Claude Buisson – begleitet von Dr. Peter Czell – besichtigten wir die historischen Altstadtkerne von Orange, Avignon, Nîmes und Saintes-Maries-de-la-Mer, aber auch speziell für ihre Schönheit und Authentizität ausgezeichnete Städtchen und Dörfer wie Roussillon mit seinem beeindruckenden Ockersteinpfad, Aigues-Mortes mit den Salinen und Gordes mit seinen unverwechselbaren Steinhütten des „Village des Bories“.

Überall schlug uns der Hauch römischer Geschichte entgegen: Das Théâtre Romain in Orange bot damals bis zu 10.000 Römern Platz und verfügt noch heute über eine 28 Meter hohe Bühnenwand. Der gewaltige Aquädukt – der Pont du Gard – war Teil einer über 50 Kilometer (!) langen Wasserleitung und die Maison Carrée – ein römischer Tempel – bot einen atemberaubenden Film in modernster Technik über die Entstehung von Nîmes.

Entlang der Wegstrecken genossen wir Landschaften wie die Meeresküsten der Côte d’Azur, die wilden Pferde und Flamingos in der Camargue, die spanischen Einflüsse der Stierzuchten und Arenen, die Hochebene der Cevennen, sowie die Riesen-Tropfsteinhöhle „Grotte des Demoiselles“, deren 120 m langer und 50 m hoher Saal, die „Cathédrale“, uns alle zum Staunen brachte.

Der kritischste Punkt der gesamten Reise war wohl jener, als eine überwiegende Mehrheit unserer Schülerinnen und Schüler zur Heimfahrt überredet werden musste, denn nur allzu gerne hätten viele noch einige Tage in Frankreich angehängt.

Dr. Peter Czell

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