„Süße Experimente“ mit dem Ernährungsexperten Martin Taubert-Witz

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Am Freitag, dem 22. Februar 2013, hatten wir – die 3AHW – und Vertreter der 3BHW, 3CHW und 2AHW im Rahmen unseres Projekts und organisiert von Frau FV Mag. Sigrid Grojer einen Workshop mit dem Ernährungsexperten Martin Taubert-Witz zum Thema „Zucker“.
Zuerst erhielten wir einen Vortrag über Süßungsmittel, Zuckeraustauschstoffe und künstliche Süßstoffe.
Gleich darauf führten wir auch schon das erste Experiment durch. Ein Großteil der Schüler bekam ein Dextro Energy (Traubenzucker). Herr Taubert-Witz wollte dadurch feststellen, ob Schüler durch Traubenzucker eine bessere Konzentrationsfähigkeit aufweisen können. Leider war dies nicht der Fall, da der Traubenzucker nicht direkt sofort ins Gehirn transportiert, sondern bei Bedarf in den Muskelzellen verbraucht wird. Nach Angaben von Hr. Taubert-Witz schafft es auch der beste Traubenzucker nicht, Wissen zu reproduzieren, wenn keines vorhanden ist. Um das Lernen wird man nicht herum kommen.
Eine These besagt, dass Zucker ein Naturprodukt sei. Auf Grund des langen Verarbeitungsweges kann man nicht mehr sagen, dass er ein Naturprodukt ist. Aus 1000 kg Zuckerrüben entstehen 150 kg Zucker unter dem Verbrauch von 450 kg schwerem Heizöl.
Es wurden uns auch die vermeintlichen Vorteile und die Herstellung von Vollzucker, brauneem Zucker, Rohzucker und und Rohrohzucker erklärt.
„Alternative Zucker, wie Honig und andere Zuckerarten sind besser, weil sie mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten.“ Diese These kann man zwar bejahen, dennoch ist es nicht sinnvoll den täglichen Bedarf dieser wichtigen Nährstoffe durch Süßigkeiten decken zu wollen!
Wir sprachen auch über Stevia – die Zuckeralternative von heute. Nur 2 von 100 Wirkstoffen in der Pflanze sind für unseren Gebrauch zugelassen.
Danach ging es los mit dem Verkosten. Es wurden freundlicherweise von der 1AMW Kekse, mit unterschiedlichem Zuckergehalt gebacken: a) mit 70 Gramm Zucker, b) mit 100 Gramm Zucker, c) mit 100 Gramm Honig.
Man konnte den Unterschied zwischen den zwei verschiedenen Zuckermengen nicht herausschmecken, jedoch wurde der Honigkeks sofort erkannt.
Das heißt, es kann auch weniger Zucker verwendet werden, man wird den Unterschied kaum schmecken.
Wir bereiteten auch ein „Home-Made“-Nutella zu, welches aus nur drei Inhaltsstoffen bestand (getrockneten Marillen, Wasser und Nüssen). Die Marillen wurden im Wasser gekocht und daraufhin wurden die Nüsse zum Streichfähig machen hinzugegeben. Was herauskam war ein Brotaufstrich mit süßem Geschmack – ganz ohne künstlichen Zucker und anderen Zusatzstoffen!
Und das letzte Experiment bestand darin, Orangensaft von Orangennektar zu unterscheiden. Wir bauten die Säfte stufenweise nach der Süße auf:
1. Purer Orangensaft.
2. 60 % Orangensaft und 40 % Wasser.
3. 60% Orangensaft, 40 % Wasser und Zucker.
4. Und der Nektar bestand aus 60 % Orangensaft, 40 % Wasser, Zucker und Zitronensaft.
Wieder wurden die Saftkreationen verkostet, der pure Saft wurde sofort erkannt, bei den anderen Säften war dies schon erheblich schwieriger, wobei der Nektar ohne Zitronensaft aufgrund des beigemengten Zuckergehaltes nicht trinkbar war .
So lernten wir viel Neues zum Thema Zucker und auch, dass manchmal weniger mehr ist!

(3AHW)

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