Aktionstag IT’S MY LIFE

„It´s my life“
Aktionstag zur Suchtprävention am Aschermittwoch 2006 an der HLW St. Veit/Glan

So ein Mist!
Deine Freundin hat ein Problem.
Dein Freund steckt in der Sch…(Tinte).
Du selbst hast Troubles und weißt nicht weiter.

Viele Lebenssituationen verunsichern, du hast Ärger am Hals, manches ist scheinbar ausweglos. Und je schlimmer die Sache ist, desto eher frisst man sie in sich hinein und versucht vielleicht durch irgendwelche Mittel oder Verhalten die Probleme zuzuschütten, zu vergessen oder zu verdrängen.

Wir haben absichtlich diesen Aktionstag auf den Aschermittwoch gelegt, weil nach einer Zeit der Ausgelassenheit und des Feierns auch wieder der Ernst und das Nachdenken aufkommen sollen. 

„SUCHT“ ist ein Begriff, der heute ständig verwendet wird und euch wahrscheinlich schon nervt!
Wenn Jugendliche auf einer Party Alkohol trinken wird die Trunksucht an Wand gemalt; wenn jemand gerne Süßes isst, wird er als Schokoladesüchtig bezeichnet, wenn jemand zart gebaut ist, hat er Magersucht, ist jemand leicht übergewichtig, ist es schon die Fresssucht usw. – 

EIN BEGRIFF, DER FÜR ALLES UND NICHTS VERWENDET WIRD, SAGT NICHTS MEHR AUS.

Das Wort „Sucht“ ist nicht verwandt mit „suchen“, sondern mit „siechen“ in der Bedeutung von Krankheit. Die Wendung „Sucht nach etwas“ beruht allerdings auf der volkstümlichen Verbindung mit „suchen“: Sucht – das Suchen nach Liebe, Abwechslung, Zerstreuung und dgl.

SUCHT ist ein Phänomen, das Angst macht – daher werden oft Sündenböcke gesucht: 

 die bösen Dealer, die Kindern Drogen schenken; 
 die bösen Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern; 
 die bösen Drogen, deren Vorhandensein allein schon süchtig macht; 
 die bösen Jugendlichen, die nicht auf die Erwachsenen hören, 
 die bösen Lehrer, die auch nichts dagegen unternehmen.

Suchtprävention heißt Leben lernen!
Suchtprävention heißt der Sucht zuvorkommen!

Was kann ich tun?:

Für mich: 
 um mich selbst kümmern;
 schauen was mir gut tut;
 Gefühle wahrnehmen und annehmen;
 mir Zeit für mich nehmen;
 mich über Erfolge freuen;
 mich gerne haben,
 mir Unterstützung holen

Für andere:
 für andere da sein;
 andere ernst nehmen;
 andere akzeptieren und ihren Freiraum lassen;
 andere loben,
 offen sein für andere

Für die Gesellschaft:
 mich als Teil der Gesellschaft sehen;
 in meinem Umfeld mitgestalten;
 den Mund aufmachen;
 Neues kennen lernen,
 aktiv sein

Das Leben bringt neben all den schönen Seiten auch Widrigkeiten und Probleme mit sich und ihr werdet diese meistern, weil ihr wisst, wie ihr durch eigene Fähigkeiten und nicht durch den Missbrauch eines Mittels oder Verhaltens diese lösen könnt!

Nehmt euer inneres Proviant in schwierigen Situationen:

 Selbstbewusstsein

 Konfliktfähigkeit

 Kommunikationsfähigkeit

und wenn diese Werkzeuge nicht mehr reichen, braucht es etwas von außen – die Hilfe von Freunden, Eltern, Lehrern oder Institutionen.

„IT´S YOUR LIFE“. IHR seid die Zukunft, IHR werdet Verantwortung übernehmen – für euch und für andere! IHR werdet unsere Zukunft gestalten!

Kahlil Gibran meint im „Propheten“, dass ihr nicht unsere Kinder seid, sondern die Söhne und Töchter des Lebens verlangen nach sich selber! 
Wir dürfen euch unsere Liebe geben, doch nicht unsere Gedanken, wir dürfen euren Leib behausen, doch nicht eure Seele.
Denn eure Seele wohnt im Haus von Morgen, das wir nicht zu betreten vermögen – selbst nicht in unseren Träumen.

Nach diesen Gesichtspunkten haben wir versucht die Workshopthemen für den Aktionstag auszuwählen. Manche haben sich 3 Stunden lang in ein Thema vertieft, andere wiederum haben sich mit 2 Themen hintereinander 1,5 Stunden beschäftigt. Alle wurden aufgefordert AKTIV mitzumachen! Die Workshops endeten um 12.00 Uhr und wir versammelten uns um 12.15 Uhr wieder im Turnsaal zu einer Schlusskundgebung! Die Firma Legro sponserte 400 Äpfel für unsere Schüler, die diese gerne nach den anstrengenden Workshops verzehrten.

Ich glaube, dass dieser Vormittag sicherlich ein guter Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und damit zur Suchtprävention war, und wir alle, manche mehr und andere wieder weniger, profitiert haben.
Anschließend sind alle Workshop-Themen nochmals vorgestellt, doch es werden noch Berichte von Schülern aus den einzelnen Themenbereichen folgen:

1. Jugendschutz – Jugendrechte Workshop 1.5 Stunden 
Mag. Liebhauser – Jugendanwaltschaft
Dr. Isabella Stromberger

2. Fastenspeisen zubereiten Workshop 3 Stunden
FOL. Skalka
FOL. Honsig

3. Werbung für Suchtmittel Workshop 3 Stunden 
Mag. Hebenstreit 
FOL. Dulle

4. Fairtrade – Genuss ohne Reue Workshop 3 Stunden
Mag. Löschenkohl
Dr. Valent

5. Film: Super Size Me Workshop 3 Stunden
FOL. Gutzelnig 
Mag. Zablatnik

6. Schule zum Wohlfühlen Workshop 3 Stunden
Fol. Proprentner

7. Suchtsongs Workshop 1,5 Stunden
Dr. Czell

8. Mentaltrainig Workshop 3 Stunden
Mag. Schönegger
Fr. Hofer

9. Der Geheimcode meines Körpers Workshop 3 Stunden
Mag. Lackner
Fr. Weißböck

10. Gruppendruck und Selbstbewusstsein Workshop 3 Stunden
Mag. Marschnig
Dr. Allmaier – Kath. Jugend

11. Tanzimprovisation Workshop 3 Stunden
Mag.Buisson

12. Rauchen – muss es wirklich sein? Workshop 1,5 Stunden
Mag. Kölz
Mag. Walther -. Waierfeldapotheke

13. Arbeitslosigkeit – was tun bei Schulabbruch? Workshop 1,5 Stunden 
Mag. Kern
Mag. Dörfler – AMS

14. Mediation 1 Workshop 1,5 Stunden
Mag. Windbichler
Mag. Pötsch – LSR

15. Qi-Gong – die Energie in Fluss bringen Workshop 3 Stunden
Fol. Polesnig

16. Kreative Arbeit mit Ton – mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen Camphill Workshop 3 Stunden
Mag. Flick-Schnattler
Betreuerin von Camphill

17. Lernen lernen Workshop 1,5 Stunden
Mag. Sabitzer
Dr. Huber P.

18. Fastenzeit beginnen – Aschenkreuz Workshop 1,5 Stunden
Mag. Czvetko

19. Rausch und Risiko Gruppe 1 Workshop 3 Stunden
Suchtpräventionsstelle Klagenfurt

20. Rausch und Risiko Gruppe 2 Workshop 3 Stunden
Suchtberatungsstelle der Caritas

21. Essstörungen Workshop 3 Stunden
Mädchenzentrum Klagenfurt

22. Bewegungsmeditation Workshop 3 Stunden 
Mag. Winkler
Mag. Ray-Privasnik

23. Gruppe –„ ohne Namen“ Workshop 3 Stunden
Fol. Gratzer

24. Gesundheitsrisiko Mobilfunk Workshop 1,5 Stunden
Dr. Schmied
Fol. Oblak

25. Schuldenfalle Workshop 1,5 Stunden
Dipl.Kfm. Spieß-Knafl
Mag. Popaschnig
Mag. Monai

LEBENSKOMPETENZ – soziale und persönliche – stand an erster Stelle.

Absoluter Höhepunkt bei der Schlussveranstaltung war die MUSAIK Gruppe Camphill, die 6 Musikstücke vortrug. Wir alle waren beeindruckt mit welcher Hingabe diese Menschen ihre Instrumente spielten.
Im Zuge dieser Aufführung wurden den Mitgliedern der MUSAIK-Gruppe auch Seidentücher überreicht, die Fr. FOL Dulle und Proprentner mit Schülern anfertigten. 

Ein großes Dankeschön gebührt allen Referenten, Lehrern und Euch Schülern für das Mitgestalten dieses Aktionstags!

Die BILDER des HLW-Webteams folgen in Kürze an dieser Stelle

Bericht von FOL Sigrid Wiedernig

-czell-

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