Die 3BHW spielte das Weltklimaspiel

Die Klimakrise spielerisch verstehen – diese Möglichkeit hatten die Schüler*innen der 3BHW an vier Vormittagen, an denen das von der „Landschaft des Wissens“ organisierte Weltklimaspiel bei uns an der Schule durchgeführt wurde.   

Während dieser Zeit nahmen die Schüler*innen unterschiedliche Rollen ein: So waren einige Vertreter*innen von Industrien, andere Regierungsmitglieder von fiktiven Ländern, wieder andere bildeten eine unabhängige internationale Organisation und auch die Zivilbevölkerung wurde von einem Team vertreten. Durch eine Kombination aus Spielbrett, App und Interaktion mussten die Gruppen miteinander Handel betreiben und Abkommen beschließen. Dabei spürten sie die Konsequenzen der voranschreitenden Klimaerwärmung und der damit verbundenen Naturkatastrophen, aber auch die des Umstiegs auf ein nachhaltigeres Leben. 

Die Schüler*innen entwickelten sofort den Ehrgeiz, die Treibhausgasemissionen zu verringern und durch Zusammenarbeit, Engagement und gegenseitige Unterstützung gelang ihnen das außergewöhnlich gut. Ein großer Fokus lag dabei auf dem Umstieg auf erneuerbare Energien, was den CO2-Ausstoß drastisch reduzierte. Gleichzeitig wurden Kriege beendet und die Militärbasen in allen Ländern abgebaut. Das Spiel zeigte sehr gut die Komplexität des Themas auf. Im Laufe der Woche lernten die Schüler*innen unter anderem Folgendes: 

  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Bildung und Bevölkerungswachstum. 
  • Nachhaltigere Produktion führt zu weniger Produkten. 
  • Je höher die Erwärmung, desto häufiger treten Umweltkatastrophen auf. 
  • Der Umstieg auf erneuerbare Energie reduziert die Treibhausgasemissionen stark, ist allein aber nicht ausreichend. 
  • Die Nutzung von Erneuerbaren bringt die fossile Industrie in finanzielle Schwierigkeiten. 
  • Renaturierung von Ökosystemen reduziert die Menge an Treibhausgasen. 
  • Klima- und Umweltschutz erhöhen die Lebensqualität. 
  • Unterschiedliche Länder/Kontinente stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen, wenn sie ihren Treibhausgasausstoß reduzieren wollen. 
  • Die Auswirkungen der Klimakrise sind nicht fair verteilt. 

Ein wichtiger Punkt wurde dabei aber auch klar: Dadurch, dass hier alle – Länder, Wirtschaft und Zivilbevölkerung – zusammenarbeiteten, gelang es, die Erwärmung unter 1,5 °C bis zum Ende des Jahrhunderts zu halten. Durch Konkurrenz statt Zusammenarbeit, Krieg statt Unterstützung und die Priorisierung von wirtschaftlichen Interessen schaut die Realität leider anders aus. Es bleibt aber auf jeden Fall zu hoffen, dass sich unserer Schüler*innen ihre Empathie, Kooperationsfähigkeit und ihr Umweltbewusstsein beibehalten, denn die Welt braucht dringend mehr Menschen wie sie! 

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