Kunst in St. Veit an der Glan

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Die Stadtgemeinde St. Veit an der Glan hat über Jahrzehnte wertvolle Kunstwerke angeschafft, die nun der Bevölkerung zugänglich gemacht wurden.

„Kunst ist da, um gezeigt zu werden“, begründet Bürgermeister Martin Kulmer die Entscheidung der Stadtgemeinde, ausgewählte Werke auszustellen, die bisher die Büros im Rathaus schmückten.

Im Unterrichtsfach der Bildnerischen Erziehung besuchte die 2AHW, am 4. November 2021, mit Frau Prof. Monja Petersen die Kunstausstellung in den Arkadengängen des Rathauses. Die Arbeiten von österreichischen Künstlerinnen und Künstlern, wie zum Beispiel von Maria Lassnig, Herbert Boeckel oder Valentin Oman konnten in den verschiedensten Techniken bewundert und besprochen werden.

Multimediale Zeitreise auf der Burg Taggenbrunn

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Im Rahmen der Bildnerischen Erziehung besuchten die Klassen 5AHW, 5BHW und 4CHW, in Begleitung von Frau Prof. Monja Petersen und Frau Prof. Julia Gunzer, die von Andrè Heller kuratierte Ausstellung „Zeiträume“. 

Es brennt auf der Welt. Der „blaue Planet“ ist in Gefahr. Bewaffnete Konflikte und Dürre, Covid-Todesfälle und Korallensterben, Mikroplastik in den Weltmeeren und Abbrennen des Regenwaldes – man weiß es, kennt die täglichen Katastrophenmeldungen aus den Medien. So kompakt, lehrreich und unterhaltsam wie auf Burg Taggenbrunn hat man die Zustandsbeschreibung aber noch nicht gesehen. Die sich ständig verändernde Raumsituation im vieldimensionale Riesenkaleidoskop faszinierte durch spezielle optische Eigenschaften und wurde für die Schüler*innen umgehend zur Fotokulisse. 

Ein herzliches Dankeschön an den Elternverein der HLW St. Veit International, der dieses magische und unvergessliche Erlebnis finanziell unterstützte.

 

 

Eine langweilige Abschlussfahrt nach Graz? Mit der 3AMW sicher nicht!

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Nach drei (turbulenten) Jahren war es für uns endlich soweit! Mit Frau Prof. Tscharnig und Frau Prof. Derhaschnig unternahmen wir unsere Abschlussreise nach Graz.

Anfangs ging es mit der Straßenbahn in die Grazer Innenstadt, wo wir einen ersten Eindruck dieser schönen Altstadt gewinnen und uns ausgiebig stärken konnten. Danach besichtigten wir das Landeszeughaus, welches sehr eindrucksvoll war. Gleich darauf konnten wir den Dom sowie das daneben gebaute Mausoleum von Franz Ferdinand dem Zweiten bestaunen. Weiter ging es mit der Straßenbahn nach Puntigam zu unserer Führung im Brauhaus. Auf dem Weg dorthin kam es zu einem Unfall zwischen unserer Straßenbahn und einem Auto, den wir so schnell nicht vergessen werden! Irgendwie schafften wir es dann doch noch pünktlich zur Führung, welche außerordentlich interessant war. Nach der Besichtigung durfte sich jeder selbst ein Bier zapfen und eine Brezel essen. Als letzter Punkt stand die „Stärkung der Klassengemeinschaft“ im Hotel auf unserer Programmliste. Wir hatten eine lustige Zeit miteinander (Resultat dieser Nacht waren übrigens 1 Paar ruinierte Schuhe und „geistige“ Schüler*innen ).

Am nächsten Tag fuhren wir zur Universität, um uns das Studentenviertel anzusehen, in dem auch unsere Professorinnen studierten und wohnten. Es ging zur Endstation der Linie 1 und 7, wo wir einerseits die neue Vorklinik besichtigten und andererseits die Treppen hoch zur Wallfahrtskirche Mariatrost pilgerten. Ein weiterer Fixpunkt war der Gang auf den Schlossberg zum Uhrturm, welcher eine wunderschöne Aussicht über ganz Graz bot. Frau Prof. Tscharnig war an diesem Tag ganz „wild“ unterwegs und rutschte mit Thomas und Lukas die Spiralrutsche innerhalb des Schlossbergs hinunter. Natürlich durfte auch ein Spaziergang auf der Murinsel nicht fehlen. Am Abend bewunderten wir die Ausstellung von Steve McCurry und zum Abschluss drehten wir einige Runden im „Gaudepark“ am Messegelände. Leider hat jede Reise ein Ende und unsere Abschlussreise fand ihres in einem Shoppingtrip in der Shoppingcity Seiersberg.

Wir danken Frau Prof. Derhaschnig und Frau Prof. Tscharnig, dass sie unsere Abschlussreise unvergesslich gestaltet haben, denn ohne sie hätte diese nie stattfinden können. Auch dem Elternverein danken wir für die großzügige Unterstützung unserer Reise.

Tabea Bergner im Namen der 3AMW

Abschlussreise der 5 AHW und 5 BHW nach Grado

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Nach fünf Jahren des Wartens war es endlich soweit – die langersehnte Abschlussreise stand vor der Tür. Uns, die 5 AHW und die 5 BHW, führte es heuer nach Italien. Den Start machte Triest mit seinem wunderschönen Schloss Miramare, welches wir in Kleingruppen besichtigen durften. Neben dem Schloss waren aber auch der riesige Garten und die atemberaubende Aussicht aufs Meer sehenswert. Nach der Führung stand uns der restliche Nachmittag frei zur Verfügung und wir erkundeten die Innenstadt von Triest. Später fuhren wir dann weiter nach Grado, wo wir den Abend gemeinsam ausklingen ließen. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen beschlossen wir, „Grado bei Tag“ kennenzulernen. Neben vielen Lokalen bot Grados Altstadt auch eine großartige Kulisse. Am Nachmittag ging es für uns auf große Shoppingtour ins Outlet Palmanova, wo es vor Angeboten nur so wimmelte. Die Einkaufstour bildete den Abschluss unseres Kurztrips, der ohne den Einsatz von Frau Prof. Knaller-Kasper und Frau Prof. Gunzer wahrscheinlich nicht in dieser Form stattfinden hätte können. Deshalb möchten wir auf diesem Wege noch einmal DANKE sagen.

Daniela Wieser

 

 

 

Die 2 AHW sammelt Slow Food auf der Saualm

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Am Dienstag, dem 21. 9. 2021, begab sich die 2 AHW zusammen mit Frau Prof. Rainer und Frau Prof. Dürrauer auf die Saualm. Grund dieses Lehrausganges waren einerseits die biologischen Übungen, doch auch zusätzlich das in diesem Schuljahr laufende Slowfood-Projekt.

Wie der Name Slow Food schon impliziert, wird dabei auf eine sorgfältige, qualitativ hochwertige, regionale und saisonale Auswahl von Produkten Wert gelegt. Der Verzehr dieser Lebensmittel soll anschließend bewusst, mit Genuss und wenn möglich in guter Gesellschaft erfolgen. Genau das Gegenteil zum Fast Food also…

Bei dieser Exkursion wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst gemacht, welches Privileg es darstellt, wenn uns die Natur mit Preiselbeeren, Steinpilzen, Eierschwammerln oder Parasolen versorgt und wieviel Mühe und Zeit das Sammeln dieser Köstlichkeiten in Anspruch nimmt. Der relativ hohe Preis dieser Naturprodukte in den Geschäften ist also mehr als gerechtfertigt. Um so mehr muss man die Gerichte auf den Tellern schätzen und vor allem in Ruhe genießen.

Die gesammelten Beeren und Pilze wurden anschließend von der 3 BHW verkocht, eingemacht und teilweise auch schon genüsslich verzehrt 😉 Im Laufe des Schuljahres werden noch einige Veranstaltungen im Zuge dieses Projektes folgen.

Wir sind gespannt und freuen uns schon auf’s Probieren 😉

Mag. Rainer Lisa

UMÖK-Tage in Ossiach 2004/05

1. Tag

Am 20. September war es wieder so weit, wir fuhren nach Ossiach! Die Reise wurde um 8:00 Uhr mit 15 Schülern und Frau Prof. Lackner angetreten, die eine gute Vertretung von unserem lieben Herrn Prof. Kern, war! Der erste Schritt war nicht der Weg zur Zigarette, nein, unsere Jungs wollten unbedingt ein „Eis“. „Ah hobs ihr heute noch nit gfrühstückt?“
Empfangen wurden wir von Herrn Josef Norbert Stampfer! Während dem Kurs waren wir natürlich sehr ruhig, nur Romeo (Roman) gab sich „sehr interessiert“. Die beste Aussage des Tages war ein Vergleich von Herrn Stampfer. „Ich vergleiche einen Maschinisten wie mit einer Prostituierten, sie brauchen nur a bissl Talent, oba ka Ausbildung“! Um 11 Uhr 30 haben wir den ersten Teil des Tages gut überstanden und es ging ab zum Essen. Es gab: „Wasser und Brot“. (Spaghetti…mhmmm)

Danach ging es mit den Bussen auf den Ossiacher Tauern. Unser lieber Joe zeichnete sich durch „gutes Fahren, Gesprächigkeit und Freundlichkeit“ aus. Nachdem wir diese Fahrt ohne gröbere Zwischenfälle gut überlebt hatten, wurden uns Bäume und Pilze sehr lebensnah dargebracht!
Der Herr Uso ermordete (fällte) für uns zwei Bäume! Als Andenken schnitt er uns mit der Motorsäge einen Weihnachtsbaum! Der Rest wurde mit einer „Tigerseilwinde“ ins Tal transportiert! Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Wald. Um 16 Uhr 30 holte uns Joe wieder ab und Maggy stellte schnell fest: „Heier kennt ma uns den Wiesenmarkt echt sporn, so wie der fohrt!“
Um ca. 17 Uhr 15 kamen wir wieder heil in St. Veit/Glan an!!!

2. Tag

Heute waren wir nur noch 14 Schüler, weil die Moni leider den Zug versäumt hat! Den Vormittag über hatten wir wieder Vorträge über die verschiedenen Baumarten und das Holz. Als Abschlussgeschenk der Vorträge bekamen wir die kleinen Schaubäume mit Nachhause! Wir haben auch vor, diese auf unserem Schulgelände zu pflanzen! Ein weiterer Vortrag wurde von Herrn Honsig-Erlenburg über den Dobratsch und das Wasser gestaltet, was wirklich sehr interessant war! Wir wurden um 12 Uhr von unseren Hungerqualen erlöst! Diesmal gab es Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat und als Nachspeise Tiramisu.

Am Nachmittag stand eine lustige und überhaupt nicht anstrengende Bergtour auf den „Dobrasch“ bevor, hat uns die Magda erklärt. Unser Bergführer zeigte uns die verschiedenen Humusschichten auf der Almweide, der Schipiste und die des Waldes. Daraus ergab sich dass die im Wald die beste und dickste war. Nachdem wir steile Steigungen wie die Gämsen zu bezwingen hatten, waren wir froh, dass wir den Bus wieder erreichten. Die Raucher hatten sich an diesem Tag selbst übertroffen und den anstrengenden Marsch überstanden!!!

Im Großen und Ganzen hatten wir zwei schöne und lustige Tage mit Frau Prof. Lackner, bei der wir uns sehr herzlich bedanken wollen!

Im Namen der 3AHW, Margret Vintler und Elisabeth Rinner

-czep-

Gerichtsbesuch 2004

Wer: Prof. Mag. Isabella Stromberger und 5 BHW, 5CHW
Wann: Donnerstag, 5. 2. 2004 (8.30 – 13.00)
Wo: Landesgericht Klagenfurt

Wie jedes Jahr ist es in den 5. Klassen üblich, im Rahmen des PBUR – Unterrichts einer Ge-richtsverhandlung beizuwohnen.

Doch so einfach war das nicht. Entweder ging es uns Schülern aufgrund von Schularbeiten oder Tests nicht aus, oder wurde kein passender Fall verhandelt.

Am 5. Feber 2004 passte es jedoch beiderseits.
Eine „spannende Gerichtsverhandlung“: die Anklage einer 19-Jährigen wegen Mord mit 53 Mes-serstichen an ihrem etwas älteren Freund. Sie kindlich, ja fast naiv, er verwickelt in die Skinhead-szene.
Informiert durch die Medien, konnten wir uns schon im Voraus vorstellen, warum die 19-Jährige zu solch einer Tat im Stande war:
jahrelange körperliche Misshandlung, Hinderung an der Berufsausübung und zuguterletzt beinahe eine Vergewaltigung, bevor er ihre Beziehung beenden wollte.

Als wir uns dann am Donnerstag vor dem Gericht trafen, und durch die Einlassstelle gingen, lief für uns alles wie erwartet ab. Gewohnt deshalb, weil wir bereits im PBUR – Unterricht den Ab-lauf einer Gerichtsverhandlung durchgesprochen haben:

1) Aufruf der Sache durch den zuständigen Richter
2) Überprüfung der „Generalien“ (Alter, Beruf, …) der Angeklagten
3) Vereidigung der Geschworenen
4) Vortrag der Anklageschrift durch den Staatsanwalt
5) Gegenäußerung der Verteidigung
6) Vernehmung der Angeklagen
Das Merkwürdige dabei: Kein böses Wort aus dem Mund der Angeklagten über ihren sogenannten „Peiniger“.
„Vorwürfe“ wie zB. „Haben Sie die Lehrstelle in der Apotheke Ihres Freundes wegen aufgegeben?“ abgeschwächt durch: „DAS STIMMT NICHT. DAS WAR MEIN EI-GENER WUNSCH.“
Anklagen wegen Brutalität und körperlicher Misshandlung entgegnet durch: „ICH HABE IHN GELIEBT!“
„ICH FÜHLE MICH SCHULDIG, EINEN MENSCHEN GETÖTET ZU HABEN!“
Warum sie ihn dann getötet hatte, erfuhren wir von ihr nicht.
Selbst die Mehrheit der Zeugen äußerten sich gegenüber dem Mordopfer positiv – beinahe so, als ob sie vor etwas Angst gehabt hätten …

Was uns davon noch übrig blieb, war unsere eigenen Urteilsbildung.
Kurz nach Beginn der Mittagspause verließ die Mehrheit von uns den Gerichtssaal und fuhr nach Hause, allerdings mit gemischten Gefühlen. Bis zum Abend warteten wir gespannt auf die Ur-teilsverkündung: 9 Jahre Haft.
Als wir zu Beginn der 5. Klasse erfuhren, dass wir einer Gerichtsverhandlung beiwohnen dürfen, waren wir darauf aus, einen „spannenden Prozess“ miterleben zu können – einen Mord vielleicht – doch beschäftigen wird uns dieser Fall noch lange.

Die 2 CHW in Graz – Kulturhauptstadt 2003

Unser letzter Ausflug in diesem Schuljahr führte uns in die Kulturhauptstadt 2003 – Graz.
Mit von der Partie waren Prof. Boutz und Prof. Schönegger.
Um 7 Uhr morgens ging es für uns, total müde aber trotzdem guter Dinge, im Zug nach Graz los.
Nach 3 Stunden Zugfahrt kamen wir in Graz an, und stiegen sofort in das nächste Verkehrsmittel um. Die Straßenbahn war unsere Rettung, denn die Hitze war fast unerträglich und keiner wollte zu Fuß zum Pressezentrum gehen. Dort angekommen, bekamen wir eine kleine Einführung über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Außerdem bekamen wir einen Stadtführer zugeteilt, der uns danach durch die Kulturhauptstadt 2003 führte.
Trotz der fast unerträglichen Hitze, war das Interesse unerwartet groß und jeder (selbst die Steirer) konnte noch etwas dazulernen.
Den Nachmittag konnten wir dann nutzen um unseren eigenen Interessen frei nachzugehen. Einige nutzen den Nachmittag für eine Shoppingtour, andere setzten sich gemütlich in ein Restaurant und einige nutzen ganz einfach die Tageskarte der Straßenbahn und schauten sich von dort aus ein bisschen die Stadt an.
Der Tag verging wie im Flug und um halb 8 ging es dann auch schon wieder mit dem Zug zurück nach Hause. Total geschlaucht, aber mit vielen neuen Eindrücken und den Erinnerungen an einen erlebnisreichen und schönen Tag, kamen wir in St.Veit an.

Bericht von Carmen Hölzl

Biologieexkursion nach Ossiach 2003

Einige andere Mitschüler und ich durften den Ausflug in die forstliche Ausbildungsstätte Ossiach ein zweites Mal mitmachen. Einiges an Information über Holz und Wald ist an uns hängen geblieben. Vieles wurde dabei besprochen und sehr genau erklärt, aber auch Vorort im Wald besichtigt. Wir lernten die Schutzfunktionen des Waldes kennen, wie dieser vor Umweltkatastrophen – z.B. Lawinen, Muren und starken Stürmen – schützt. Der Wald kommt uns allen zu gute, egal ob als Rohstofflieferant, als Arbeitsplatz für viele Menschen im Wald oder in der Holzverarbeitenden Industrie, als Energielieferant, der fortwährend nachwächst, als Möbel bzw. Dekoration oder als Rohstoff für verschiedenste Produkte wie Faserplatten, Papier, Karton usw. Wald ist auch ein wichtiger Erholungsraum, der den Fremdenverkehr in unserem Land neben den Seen sehr attraktiv macht. Jeder einzelne Baum hat seine eigene Funktion und Geschichte. Von der Entstehung bis hin zum Sessel in der Wohnung.

Persönliche Eindrücke:
Mir persönlich hat die Exkursion sehr gut gefallen. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Vorträge waren vom positiven Eindruck sehr informativ, jedoch fast leicht langatmig. Das Lustige an der Exkursion war der Schluchtweg, woran so einige gescheitert sind. Doch im Großen und Ganzen, trotz nassem Gewand und dem Muskelkater, war es ein lustiger Tag, den man unbedingt wiederholen sollte.

Meine Meinung:
Am besten hat mir der Vortag mit den Einsichten in das Leben des Waldes, von der Ameise bis zum Bär, gefallen.
An der Wanderung hat mir das ganze Drumherum besonders gut gefallen.

Besuch des KZ MAUTHAUSEN – April 2003

Das KZ Mauthausen wurde 1938 errichtet und die deportierten Häftlinge wur-den als billige Arbeitskräfte am anliegenden Granitsteinbruch eingesetzt. So erfüllte es für die SS gleich zwei Funktionen: Die Durchsetzung der eigenen politischen Ideologien, indem Gegner ihrer Herrschaft systematisch gequält und getötet wurden und enorme finanzielle Einkünfte. Wer alt, krank oder ein-fach zu geschwächt war um seine Arbeit auszuführen, war überflüssig und wurde „entsorgt“. Die Behandlung und Versorgung der Gefangenen spottete jeder Beschreibung, sie wurden von den führenden SS-Leuten nicht mehr als Menschen angesehen – SS-Leute, die im Privatleben den liebenden Familien-vater und freundlichen Nachbarn mimten und im KZ Schreckenstaten voll-brachten, die einem die Kehle zuschnüren.

Die Bilder, die wir sahen, sahen wir wohl nicht zum ersten Mal und doch gin-gen sie mir noch nie so durch Mark und Bein. Die Überreste des Konzentrati-onslagers Mauthausen lassen zwar erahnen, dass dieser Ort ein Schauplatz von unmenschlichen Greueltaten ist, aber wenn sich die Bilder und Worte, die einem während des Rundgangs geboten werden wie eine Schablone über den Ort legt an dem man sich befindet, fühlt man einen kalten Schauer in sich auf-steigen.

An und für sich ist es ja eine makabere Sache, wenn Menschen mit Bussen anreisen um in Scharen ein Konzentrationslager zu besichtigen. Aber eben nur an und für sich, denn nur so kann man das Grauen annähernd nachvoll-ziehen. Nur 60 Jahre trennen uns von diesen Geschehnissen, nur eine Gene-ration steht zwischen dieser Zeit und der „unseren“.

Und weil die Geschichte zeigt, dass sie sich selbst viel zu oft wiederholt, ist es wichtig, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Sie nicht dem Vergessen zu über-lassen…

Ausgemergelte Leiber, gebrochene Seelen, unvorstellbare Folter, verzweifelte Todesangst. Worte, die uns nicht unberührt lassen sollten und ich gehe davon aus, dass wir noch des öfteren an die Bilder denken werden, die wir sahen um derer einzugedenken, die unter Stillschweigen exekutiert wurden und um ei-nem solch fatalen Schweigen vielleicht nicht wieder zu verfallen.

Bericht von Iris Kraßnitzer – April 2003