Direktor HR Mag. Walter MARTITSCH und 3 weitere Kolleginnen verabschieden sich…

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Es war ein unglaublich berührender Festakt, in dem unsere drei lieben Kolleginnen, Mag. Gerlinde MÜLLER, Mag. Christine MARSCHNIG, OSR FOL Dipl.-Päd. Ulrike DULLE und – last but not least – unser langjähriger und hochgeschätzter Herr Direktor HR Mag. Walter MARTITSCH von der Personalvertretung und vielen anderen mitwirkenden Lehrerinnen und Lehrern in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden. Zwischen den vielen Wortspenden und Aktionen der KollegInnen streute Mag. Helmut Pessentheiner – unser „Medien- und Technik-Logistiker“ – freundschaftliche Grußbotschaften in Form von Videoclips von Menschen, die das berufliche Leben und Wirken unseres Direktors entscheidend mitgeprägt haben.
Nach den vielen herzbewegenden Momenten im Festsaal ging es im Anschluss an ein gemeinsames Zusammensein mit Essen im Schulhof, wo dieser unvergessliche Tag dann langsam ausklang. Eine Ära geht zu Ende – und die Kollegenschaft der HLW wird noch lange an diesen ganz besonderen Direktor, der die Schule über so viele Jahre geprägt hat, zurück denken.
Ein riesengroßes Dankeschön geht an die vielen, vielen Beteiligten, die zum Zustandekommen dieser rundum gelungenen Veranstaltung mit Rat und Tat beigetragen haben: Die Kollegenschaft war sich einig: So etwas gibt es eben nur an der HLW St. Veit an der Glan – und wir wünschen euch das Allerbeste für den nächsten Lebensabschnitt!
Dr. Peter Czell

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HR Mag. Walter Martitsch – ein stolzer Blick zurück auf 38 Jahre an der HLW St. Veit/Glan!

Als unser Herr Direktor, HR Mag. Walter MARTITSCH, im Jahre 1982 als Deutsch- und Geschichtelehrer an unsere Schule kam, war das zu einer Zeit, als es noch Nähunterricht, Kurzschrift und elektrische Schreibmaschinen gab und die Zeugnisse händisch mit Tinte ausgefüllt wurden. 1986 betraute ihn der damalige Schulleiter, HR Dr. Richard Vospernik, mit dem Amt des Administrators, eine Tätigkeit, die er bis zu seiner Ernennung zum Direktor im Jahre 1999 mit größter Genauigkeit und Zuverlässigkeit ausübte.
Es ist als ein großer Glücksfall zu bewerten, dass unsere Schule dann genau DEN Direktor erhielt, den sich der Lehrkörper so sehr wünschte – etwas, worum uns viele andere Schulen sehr beneiden!
Rückblickend gesehen war die Zeit mit Direktor Martitsch von einigen „Elementarereignissen“ geprägt, bei denen er gleichzeitig große Nervenstärke und einen klugen Weitblick bewies – immer in bester Kooperation mit dem Lehrerkollegium und den Behörden:

Im Jänner 2008 wurde das gesamte Bundesschulzentrum durch ein defektes Ventil in einer Lehrküche über Weihnachten von oben bis unten mit Wasser geflutet, was monatelange und massive Beeinträchtigungen für den Schulbetrieb bedeutete. Nicht anders verhielt es sich dann bei der Generalsanierung, die zwischen Juli 2011 und Oktober 2012 stattfand. Das Konferenzzimmer übersiedelte in den viel zu kleinen Zeichensaal, das Sekretariat mit der Direktionskanzlei in die alte Schulwartwohnung, die Gänge waren teilweise nur in halber Breite begehbar und das Dröhnen der Baugeräte ist noch so manchem Lehrer in schauriger Erinnerung. Umso größer war dann die Freude, als wir in der Folge über ein großes neues Konferenzzimmer verfügen konnten, über einen funktionellen Festsaal und über Klassenräume, die nach dem neuesten technischen Stand ausgestattet sind, an deren Entstehen und Ausgestaltung unser Direktor – in regelmäßigem, persönlichen Kontakt mit den Architekten und der Bauleitung bei wöchentlichen Baubesprechungen entscheidend beigetragen hat. Es war ihm ein großes Anliegen, dass die Schule auch architektonisch zum Wohlfühlen für alle gestaltet wurde.
Ein großer Verdienst von Mag. Martitsch war aber wohl auch seine sehr mutige Entscheidung, den HLW-Schulball in unser Haus zu holen und ihn dadurch zum größten Ball des Bezirks weiter zu entwickeln. Wo viele andere Schulen schon ausgestiegen sind, hat er es geschafft, 20 Jahre lang das Niveau dieses Großevents im Schulhaus zu erhalten. Dies war nur möglich, weil er es einerseits die breite Unterstützung und Mitarbeit der gesamten Lehrerschaft erreichen und andererseits die professionelle Arbeit der Kollegen Mag. Helmut Pessentheiner als „Balldirektor“ und Mag. Udo Kasper als technischen Administrator gewinnen konnte. Auch die Unterstützung durch den damaligen Schulwart, Herrn Steinbauer, und die der jetzigen hat er sehr geschätzt. Es gelang ihm, dass alle Abteilungen der Schule, aber auch das sonstige Personal und die Reinigungskräfte gemeinsam dieses Projekt als das ihre ansahen und so zum Erfolg mit beigetragen haben. Trotzdem trug er letztendlich die absolute alleinige Verantwortung und er war sichtlich sehr erleichtert, wenn alles wieder gut überstanden war.
Er war der Motor für das, was uns als Schule über Jahrzehnte hinweg einzigartig werden ließ! Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, Unterrichtspraktikantinnen und -praktikanten, Studierende in Ausbildung, aber auch Besucher stimmen in ihren Eindrücken stets überein: Sobald man die Schule betritt, spürt man eine angenehme Atmosphäre der Akzeptanz, Toleranz und eine allgemeine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Dies rührt wohl daher, dass unser Direktor bei der Erstellung unseres Schulprofils größten Wert auf die drei Grundpfeiler des gemeinsamen Zusammenlebens legte:
„Wir sind eine Schule, die geprägt ist von Herz, Hirn und Hand“
Dieses Vermächtnis wird mit Sicherheit auch künftig noch lange seine Strahlkraft beibehalten. HR Mag. Walter Martitsch hat nie Probleme vor sich hergeschoben, sondern nach Lösungen gesucht, indem er aufgrund seiner ausgezeichneten Führungskompetenz versucht hat, stets demokratische Entscheidungen herbeizuführen. Er hat Respekt, Wertschätzung und Geduld gelebt und er hat Höflichkeit, Verlässlichkeit und Teamgeist eingefordert. Das sind Tugenden, die heute mehr denn je in allen Bereichen des Lebens gebraucht werden, die man aber nur erreichen kann, wenn selbst bereit ist, diese auch einzuhalten – genau so, wie unser Direktor es über Jahrzehnte praktiziert hat.
Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass Dir. HR Mag. Walter Martitsch Schulgeschichte geschrieben hat und der gute Ruf der Schule trägt seine Handschrift. Er hat den erfolgreichen Ansatz der Internationalisierung der Schule stets im Auge behalten und aus der HLW St. Veit/Glan eine Bildungseinrichtung geschaffen, die weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus bekannt ist.
Und dann kam das letzte Dienstjahr! Wer hätte in seinen kühnsten Träumen erwartet, dass sich ausgerechnet am Schluss noch einmal alles von einer gänzlich neuen Seite zeigen sollte! Das Coronavirus führte in kürzester Zeit zu tiefgreifenden Veränderungen im Schulalltag und forderte entsprechend auch die Schulleitung. So gestalteten sich die letzten Monate vor dem Pensionsantritt völlig anders als erwartet – aber auch diese Aufgabe nahm unser Herr Direktor mit der ihm innewohnenden Ernsthaftigkeit an und machte – wie gewohnt – das Beste für alle daraus.

So bleibt uns als Lehrerkollegium nur noch eines: Dir, lieber Herr Direktor und Kapitän unseres HLW-Schiffes, unsere allerbesten Wünsche für den nächsten Lebensabschnitt mitzugeben! Möge sich dieser genauso erfolgreich, abwechslungsreich und humorvoll gestalten wie die vergangenen 38 Jahre, die wir „alle in einem Boot“ verbrachten und auf die wir mit viel Freude, Lachen und gegenseitigem Vertrauen zurückblicken dürfen.
FV Mag. Sigrid Grojer, Dr. Peter Czell

Eine Meinung zu “Direktor HR Mag. Walter MARTITSCH und 3 weitere Kolleginnen verabschieden sich…

  1. Lieber Walter, Herr Direktor!

    Für den wohlverdienten Ruhestand wünsche ich dir Gesundheit und viel Freude an allem, was du nun tun darfst.

    Danke für alles, was ich mit dir erleben und von dir erfahren konnte.

    Lieben Gruß,
    Resi Gratzer

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