Mein Schulaufenthalt in Modena

WhatsApp Image 2022-02-11 at 12.33.19

 

Erasmus, ein Förderungsprogramm, welches zahlreichen jungen Menschen, wie mir, eine tolle Möglichkeit gibt, neue Kulturen, Menschen und Städte kennenzulernen. Das Konzept dient zur allgemeinen, schulischen aber auch beruflichen Weiterbildung. Außerdem kehrt man nach der Zeit im Ausland mit unvergesslichen Erfahrungen und vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück und nimmt Österreich aus einem ganz anderen Winkel war. Man lernt, mit bisher unbekannten Herausforderungen umzugehen und muss sich in einer ganz anderen Umgebung zurechtfinden.

Durch das Erasmus-Förderungsprogramm hatte auch ich die einmalige Chance, zwei Wochen am Unterricht einer italienischen Schule in Modena (Liceo Muratori San Carlo) teilzunehmen. Während des Aufenthalts durfte ich das italienische Schulsystem besser kennen und verstehen lernen. Außerdem habe ich neue Freundschaften mit den Jugendlichen, die das Gymnasium in Modena besuchen, geschlossen und somit mein soziales Umfeld international erweitert. Ich habe Eindrücke der italienischen Kultur erhalten, die Stadt Modena erkundet und mich durch das italienische Essen, welches ich sehr lieben gelernt habe, durchprobiert. Zugleich habe ich meine italienischen aber auch meine englischen Sprachkenntnisse erweitern und verbessern können.

Vor allem am Anfang war es sehr schwer für mich, die italienische Sprache zu verstehen und anzuwenden, da die Anwendung einer Fremdsprache in Realität doch nicht so einfach ist, wie ich gedacht hätte. Doch mit Hilfe der Schüler/innen und Lehrer/innen wurde auch das Verstehen der italienischen Sprache von Tag zu Tag einfacher. Der Schulbesuch in Modena war eine unglaubliche Erfahrung für mich und ich kann sagen, dass ich zahlreiche schöne Erinnerungen mit nach Hause nehme, welche ich für immer positiv in meinen Erinnerungen behalten werde. Ich würde mich immer wieder für diesen Weg entscheiden und bin sehr dankbar für die unvergessliche Zeit im Liceo San Carlo hier in Modena. Aus diesem Grund möchte ich jedem, der solch eine Möglichkeit bekommt, ans Herz legen, diesen Aufenthalt wahrzunehmen, denn rückblickend war der Aufenthalt in Modena einer meiner lustigsten und besten Erfahrungen in meinem Leben.

Auch kleine Pannen gehören natürlich zu so einem Auslandsaufenthalt dazu und somit ist auch bei meinen Freundinnen und mir nicht immer alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Als wir beispielsweise an einem Abend auf dem Weg zurück ins Hotel waren, stiegen wir in den falschen Bus und fuhren in eine komplett falsche Richtung. Wir waren außerhalb von Modena und weil es schon so spät war und eigentliche keine Busse mehr fuhren, wollte uns der Busfahrer aus dem Bus werfen. Doch wir hatten Glück im Unglück, denn der Busfahrer realisierte das wir aus Österreich kamen und fuhr uns den ganzen Weg zurück nach Modena. Somit hatten wir eine ungeplante private Busreise mit einem sehr netten Busfahrer, die wir bestimmt auch noch lange in Erinnerung behalten werden.

Grundsätzlich ist das italienische Schulsystem dem österreichischen sehr ähnlich. Das Schulsystem ist in Italien genauso wie in Österreich in mehrere Stufen unterteilt. Generell besteht in Italien eine zehnjährige Schulpflicht. Zuerst besucht man die Grundschule (Scuola Primaria). Der Übertritt in die dreijährige Sekundarstufe erfolgt danach (Scuola Media). Dabei haben die Schüler die Wahl zwischen drei Möglichkeiten: Gymansium (Liceo), Fachoberschule (Istituto Tecnico) oder eine Berufsfachschule (Istituto Professionale). Will man die Schulausbildung nicht fortsetzen, muss man stattdessen eine Berufsausbildung absolvieren. In Österreich gilt im Allgemeinen die neujährige Schulpflicht. Die Kinder gehen zuerst 4 Jahre in die Volksschule und besuchen danach für weitere 4 Jahre eine weiterführende Schule: Gymnasium oder  Mittelschule. Im Anschluss kann man sich für die polytechnische Schule (1 Jahr), für die Oberstufe (4 Jahre) oder für eine berufsausbildende Schule (5 Jahre) entscheiden. Auch in Österreich müssen alle Jugendlichen, welche nach der weiterführenden Schule keine Schule mehr besuchen, bis zum 18. Lebensjahr eine Berufsausbildung erlernen. Beendet wird die letzte Schulstufe mit der Matura. Auch in Italien gibt es eine staatliche Abschlussprüfung.

 

Sophie-Marie Kraßnitzer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.